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Projekt 1

3.11.07 12:21


Teil 1: Meine Prinzipien und ich

Mein Name ist Ulrike, genannt werde ich aber meist "Rike" oder "Rieke". Mit dem "ie" in der Mittel gefällt mir das besser. Und es ist eine willkommene Abwechslung zu dem sonst so üblichen, langweiligen "Ulli".

Ich bin nun also die Rieke, und ich bin 28 Jahre alt. Ich wurde seinerzeit in Bremen geboren und habe seitdem mein ganzes Leben dort verbracht.

Meine Freunde haben mich schon sehr früh als Prinzipienreiterin bezeichnet, womit sie auch gar nicht mal so falsch lagen.

Schon zu Kindergartenzeiten hatte ich so meine Macken, wie mir meine Eltern auch heute noch liebend gern unter die Nase reiben. Seit jeher haben für mich die Wochentage bestimmte Farben, und damals wollte ich jeden Tag ein Kleidungsstück in der entsprechenden Tagesfarbe tragen. Letztendlich lief es darauf hinaus, dass meine Mutter bergeweise weiße Socken kaufte und sie in sieben verschiedenen Farben färbte. Es waren nicht exakt die Farben, die mir vorschwebten, aber ich war wenigstens halbwegs zufrieden.

Naja, und so ging es dann immer weiter. Ich wollte phasenweise nur Gemüse in einer bestimmten Farbe essen. Ich wollte nur dreieckige Pausenbrote. Ich wollte nur aus meinen eigenen Bechern und Gläsern trinken. So Sachen halt.

Ich fürchte, ich war ein ziemlich nerviges Kind.

Doch vor einigen Jahren ließen diese kleinen Spinnereien so langsam nach. Heute esse ich zum Beispiel ganz gerne mehrfarbigen Salat, und es würde mir auch nicht in den Sinn können, am Donnerstag mit rosa Socken aus dem Haus zu gehen. Stattdessen haben sich im Laufe der Zeit andere Prinzipien herauskristallisiert, die mein Leben lange Zeit bestimmt haben.

Das schreit jetzt förmlich nach einer Liste, nicht wahr?

Nun, es wird keine solche Liste geben. Ich wäre vermutlich nächste Woche noch damit beschäftigt, hier jedes noch so kleine Prinzip aufzulisten. Denn auch das gehört zu meinen goldenen Regeln, dass Listen stets vollständig zu sein haben. Was nützt mir auch eine halbfertige Liste? Eben!

Die meisten meiner goldenen Regeln beziehen sich auf Männer und alles, was mit ihnen zu tun hat. Ich habe ziemlich exakte Vorstellungen davon, was ich nicht will. Und ich habe alles dafür getan, all diese nicht gewollten Dinge zu vermeiden. Das ist mir auch ganz gut gelungen, bis zu diesem einen Montag im Oktober.

2.11.07 11:23





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